Am Samstag, den 16. September 2017, feierten die Stadtwerke Hennigsdorf mit einem Bürgerfest den nahezu abgeschlossenen Umbau des Heizhauses Zentrum in der Rathenaustraße. Dabei stießen bei den Bürgerinnen und Bürgern vor allem die angebotenen Rundgänge in der modernisierten Energieerzeugungsanlage auf großes Interesse.

Die Umrüstung des Heizkraftwerks, bei der unter anderem drei bislang mit Steinkohle betriebene Heizkessel durch einen erheblich effizienter arbeitenden, wahlweise mit Erdgas bzw. Heizöl betriebenen, Kessel ersetzt und die Feuerungsanlagen zweier Erdgaskessel komplett erneuert wurden, ist ein konsequenter Schritt bei der Umsetzung der 2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Hennigsdorfer Klimaschutz-Strategie. Mit Umbau des Heizhauses Zentrum haben die Stadtwerke Hennigsdorf jetzt einen weiteren ihrer fünf Standorte auf klimaschonende Wärmeerzeugung umgestellt.

Umweltvorteile auf einen Blick
- Reduktion der jährlichen CO2-Emission um die Hälfte bei gleichbleibender Wärmeproduktion
- Verringerung von Umweltbelastungen durch weitere klimaschädliche Gase und auch Staub
- Stickstoffoxid um 78 Prozent (alt: 500 mg/m3, neu: 110 mg/m3)
- Kohlenmonoxid um 66 Prozent (150 mg/m3, 50 mg/m3)
- Schwefeloxid um 99 Prozent (1.300 mg/m3, 10 mg/m3)
- Staub um 90 Prozent (50 mg/m3, 5 mg/m3)
- Hohe Energieeffizienz, da sich die modernisierte Energieerzeugungsanlage schwankendem Wärmebedarf besser anpassen kann
- Verbesserung der Lärmemissionen

Der Umbau in Zahlen
07/2016 – 09/2016  Rückbau der Kohlekessel 
2017  Lieferung und Inbetriebnahme des neuen Kessels (als Ersatz für die Kohlekessel)
  Erneuerung der Feuerungsanlagen für die bestehenden Gaskessel 
  Hydraulische Erneuerung der Anlagen, insbesondere Pumpen, Ventile und Antriebe 
  Inbetriebnahme der neuen Regelungs- und Automatisierungstechnik 
  Umbau des Kesselschornsteins 
Investitionskosten  1,4 Millionen Euro

Nächste Meilensteine auf dem Weg zu einer 100 Prozent klimaneutralen Fernwärmeerzeugung bis zum Jahr 2028 werden die Nutzung industrieller Abwärme aus dem Hennigsdorfer Elektrostahlwerk, die Errichtung großer Wärmespeicher und die Einbindung einer Solargroßanlage ins Wärmenetz sein.