100x800 rauchgasventilator AWTMit einem Funktionstest wurde jetzt die vollständige Wärmeversorgung des gesamten Hennigsdorfer Netzes einschließlich des Werksnetzes von Bombardier durch Abwärme aus dem Hennigsdorfer Elektrostahlwerk (H.E.S.) nachgewiesen. Dabei konnte auch die Funktionalität der rohrleitungstechnischen und hydraulischen Veränderung durch den neuen Netzpufferspeicher im Heizwerk Zentrum erfolgreich getestet werden, so dass in einem nächsten Schritt die Sensorik und notwendige Regelungstechnik für den automatisierten Betrieb implementiert werden kann.

Die Gesamtanlage zur Abwärmenutzung, also Abgaswärmetauscher (AWT), Wärmeübertragungsstation sowie das neu errichtete Heizwerk Nord II befinden sich seit Ende 2019 im Probebetrieb. Hier wurde in den zurückliegenden Monaten besonderes Augenmerk auf die regelungstechnischen Optimierungen der Anlage und des Netzes gelegt.

„Anhand der ermittelten Messergebnisse konnte Solites, wissenschaftlicher Forschungspartner des „Wärmedrehscheibenprojektes“, im Rahmen einer Simulation des Jahresbetriebes und Speichereinsatzes nun auch unser angestrebtes Ziel der 80-prozentigen emissionsfreien Wärmeversorgung bestätigen“, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Bethke nicht ohne Stolz.

Auch Gerd Bartsch von der Ruppin Consult GmbH und Projektsteuerer der „Wärmedrehscheibe“ freut sich darüber, dass die zugrunde liegenden theoretischen Berechnungen im Praxistest verifiziert werden konnten. „Das ist eine tolle Leistung und solide Grundlage für die nächsten Arbeitsschritte“, gratuliert er allen Projektbeteiligten.

Das Stadtwerkeprojekt „Wärmedrehscheibe“ unter der Federführung der Kraftwerks- und Projektentwicklungsgesellschaft Hennigsdorf mbH & Co. KG wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und verfolgt das Ziel eine umweltschonende und zukunftssichere Fernwärmeversorgung in Hennigsdorf sicherzustellen.

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